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Nun zu Nummer acht. Angenommen, ihr habt einen freien Moment, der jedoch zu kurz ist, um die innere himmlische Lichtmeditation durchzuführen, dann könnt ihr euch auf die Stelle „zwischen den Augenbrauen konzentrieren“. Ihr wisst wohl, wo das ist – es ist das Weisheitszentrum –, und ihr lenkt euren Geist auf den Raum, der sich zeigt, bevor ein Gedanke auftaucht. Ihr wisst, wo das ist. Bevor jegliches Denken beginnt, bevor jegliche Wünsche aufkeimen, konzentriert ihr euch darauf. Im buddhistischen Sprachgebrauch nennen wir es wohl „Leere“, „leeren Raum“ oder den „Ort ohne Gedanken“, so etwas in der Art, oder „das torlose Tor“. Und lasst dann jede Form, die euch in diesem Moment eben in den Sinn kommt – vielleicht auch eure eigene –, von der universellen Lebenskraft erfüllt werden. Stellt es euch vielleicht so vor: „Und dann ‚duscht‘ ihr in diesem inneren himmlischen Licht, in dieser Essenz des Universums. So, als würdet ihr duschen, aber nicht mit Wasser, sondern mit dem universellen inneren himmlischen Licht, mit dem universellen Segen und der Erleuchtung.So können wir in jeder Situation versuchen, uns zu erleuchten, indem wir die Situation nutzen, indem wir die Geschäftigkeit nutzen, in der wir uns in diesem Moment befinden, und sind dann im Hier und Jetzt, in der Gegenwart. So ist es am besten. So können wir bei all den banalen Aktivitäten immer praktizieren. Es gibt keinen Grund zu sagen: „Ich habe keine Zeit; ... ich kann die Beine nicht kreuzen“ und solche Dinge. Ihr könnt es, und immer wenn es geht, tut ihr es. Und wenn nicht, tut ihr es während der Arbeit. Macht eure Arbeit zur Meditation. Konzentriert euch auf die Kraft, die hinter all den Tätigkeiten, hinter all dem Trubel, hinter all dem Treiben steckt, dann findet ihr immer etwas, worüber ihr meditieren könnt. Und Zeit gibt es immer reichlich. Denn wir können die Zeit in jeder Situation nutzen, um uns zu konzentrieren. Habt ihr es jetzt verstanden? (Ja.)Nun, Nummer neun. „Du kannst deine fünf Sinne mit den fünf Farben des Pfauenschwanzes vergleichen und sie dann über den ganzen Raum ausbreiten.“ Man breitet den fünffarbigen Pfauen- schwanz über das ganze Universum aus und füllt ihn mit Farben. Man füllt das Universum mit Farbe. Aber diese Farben sollen eure fünf Sinne sein. Vielleicht Riechen, Schmecken, Fühlen, diese Sinne ... Nun, da der Pfauenschwanz sehr farbenfroh und wunderschön ist, lasst ihr diese Farben und diese Schönheit in eurem Innern verschmelzen. Und wann immer ihr das Gefühl habt, dass es eine Grenze gibt, weitet ihr sie aus, bis keine Grenze mehr vorhanden ist. „In diesem Fall löst du alle Grenzen in deinem Geist auf, und dann wird alles, was du anderen Menschen von Herzen wünschst, wahr werden.“ So wandelt man also seine Kraft in grenzenlosen Nutzen um. So kann man unzähligen Wesen Gutes tun und eine Art Wohltäter für alle Menschen sein, die einen umgeben, mit denen man in Kontakt kommt oder für die man betet. Okay. Wo sind wir jetzt? Schon Nummer neun, oder? Wenn ich spontan spreche, ist es einfacher. Aber wenn ich mich auf die Bedeutung der alten Weisheit konzentrieren muss und keinen Fehler machen will, ist das eher intellektuell und sehr schwierig. Intellektuell; der Gebrauch intellektueller Sprache ist sehr schwierig.Nummer zehn: „Du kannst auch die Augen schließen und versuchen, dein inneres Wesen in allen Einzelheiten zu sehen. Und dadurch erkennst du, während du dich auf das innere Wesen konzentrierst, „deine Wahre Natur.“ Versucht es zu verstehen, wenn ihr könnt. Wenn ihr eine der Methoden nicht anwenden könnt, dann lasst es einfach.Und Nummer elf: „Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf deine Nerven, und du solltest wissen, dass die Nerven so zart sind wie der Faden des Lotus im Innern der Lotusblüte. Und dadurch wirst du dein physisches Sein verwandeln.“ Er meinte damit: Wenn es so schwierig ist, den Geist zu beherrschen, dann versuche, ihn auf ein so zartes Muster zu konzentrieren, so wie die Nerven in unserem Körper. Da du sie noch nie zuvor gesehen hast, ist es für den Geist sehr schwierig, sich all diese Nerven vorzustellen, und das ist gut für ihn; es geschieht ihm recht. So hat er keine Zeit, umherzuschweifen und etwas anderes zu tun. Angenommen, vielleicht ... Für viele Menschen ist es gut, wenn es so kompliziert ist. Denn nicht alle Wesen sind gleich; nicht alle Menschen sind gleich. Wenn also jeder versuchen würde, sich zu konzentrieren, würde wohl jeder eine andere Art der Konzentration wählen, eine andere Situation.Im Himalaja braucht man all diese Komplikationen vielleicht gar nicht. Man schaut nur auf den Schnee, und dann erstarrt man. Man erstarrt in Zeit und Raum. Und der Geist kann nirgendwohin abschweifen, denn nach einer Weile hat er sich an die Leere, das Weiß und die Leere des Berges gewöhnt. Es gibt dort nichts, was ihn locken könnte. Nach einer gewissen Zeit sind dann vielleicht alle Wünsche, alle im Geist gespeicherten gewohnten Muster erschöpft, entleert. Und werden nicht wieder aufgefüllt mit Zeitungen, Fernsehen oder schlechten Filmen. Bleiben zumindest halb leer. Deshalb bevorzugen viele Meister den Himalaja oder die Wüste.Ich selbst habe auch in der Wüste gelebt. Es war schön – für eine Weile, vielleicht zwei Wochen. Bis es eines Tages sehr kalt wurde und ich fast zusammengebrochen wäre. Und dann musste ich eilig wieder zum Haus, in die Stadt. Nein, nicht in die Stadt, sondern an einen anderen Ort. Es war ein Haus. Denn in der Wüste, wo ich lebte, gab es kein Haus, kein Wasser, keinen Strom. Es gab zwar Wasser, aber wir mussten es holen gehen. Sehr weit weg, etwa zwei Kilometer oder so. Es kam nicht einfach so aus dem Wasserhahn. Und in dieser Wüste gab es nichts, nur hier und da trockenes Gebüsch und Maus(-Personen). Und, ach ja, es gab Kaninchen(-Personen). Wüstenkaninchen(-Personen) sind so klein, ihr könnt es euch nicht vorstellen. Man hätte sie für Maus(-Personen) halten können! Ja, ziemlich klein, sehen aber aus wie Kaninchen(-Personen). So wie ich, ich sehe klein aus, bin aber ... Ich bin ein Mensch. Vielleicht werden die Kaninchen (-Personen) in der Wüste ja zunehmend kleiner, weil sie dort nicht viel zu essen haben.Also, mal sehen, was noch. Nummer zwölf: „Verschließe die sieben Öffnungen des Kopfes mit den Händen, dann wird der Raum zwischen deinen Augen allumfassend.“ Ihr wisst doch schon, was das bedeutet, oder? Es läuft alles auf das Weisheitszentrum hinaus. Eine andere Art, darüber zu sprechen. Ich spreche ja auch über so viele Dinge, aber letztendlich geht es immer um die Guanyin-Methode. Ich halte verschiedene Vorträge, biete verschiedene verlockende „Gerichte“, aber am Ende gebe ist es immer nur eines – die Guanyin-Methode und das innere himmlische Licht.Nun zu Nummer dreizehn. Diese Fragen sind für Menschen, die sich wahrscheinlich nicht gut konzentrieren können, daher werden verschiedene Hilfsmittel eingesetzt. So wie ja mir manchmal auch Leute schreiben, dass es ihnen sehr schwerfällt, sich auf das innere himmlische Licht zu konzentrieren. Da antworte ich: „Nun, kratzt ein wenig an eurem Weisheitsauge, oder berührt es einfach mit dem Fingernagel oder einer Nadel, wenn ihr es aushalten könnt, aber nicht so, dass es blutet. Es soll nicht bluten, berührt es nur, um euch die Stelle zu merken.“ Das ist eine der Methoden. Oder manchmal ... Shiva erwähnt es hier nicht, aber ich habe noch viel mehr Methoden als diese. Wenn ich zum Beispiel durch die Meditationshalle gehe und sehe, dass manche Leute einfach nur in tiefem „Samadhi“ dasitzen und ihr Kopf sich ständig hin und her dreht, dann tätschele ich ihnen einfach das Kronenchakra, und schon konzentrieren sie sich wieder. Aber diese Methode hat Shiva hier nicht beschrieben. Ich werde es ihm sagen, er muss etwas moderner werden. Denn früher haben die Menschen vielleicht nicht so viel geschlafen wie heutzutage. Und heutzutage haben die Menschen Klimaanlagen und Heizungen, es ist also sehr angenehm. Daher neigen die Menschen dazu, es sich zu bequem zu machen, und wir müssen viel mehr Methoden anwenden.Also, Nummer dreizehn: „Wenn du dich bei der Meditation nicht konzentrieren kannst, kannst du vielleicht deine Augäpfel leicht berühren, ganz leicht, so leicht wie eine Feder. Und dann siehst du womöglich in diesem Moment das innere himmlische Licht.“ Ja, das glaube ich auch. Ich denke, ihr solltet euch die Augen eher reiben, weil ihr immer schlaft. Ich glaube, ihr könntet euch nicht einmal bewegen, um sie so leicht wie eine Feder zu berühren. Ihr reibt sie mit euren Handschuhen und allem. Was Shiva sagte, galt für die Menschen von früher. Aber ihr könnt es trotzdem versuchen, wenn ihr euch nicht konzentrieren könnt. Die Anstrengung, die ihr aufbringt, um eure Augäpfel mit den Fingern „so leicht wie eine Feder“ zu berühren, muss Konzentration sein. Es ist nur ein Trick, um eure Gedanken wieder zu sammeln. Das ist doch recht gut, oder? (Ja.)Wenn ihr also schon völlig durcheinander seid, eure Gedanken hin- und herschweifen, von Deutschland nach Amerika, dann zurück ins Bad und wieder ins Esszimmer, und ihr euch dann doch noch genug konzentrieren könnt, um eure Hand „so leicht wie eine Feder“ – eine so raue Hand wie eure – dorthin zu legen, dann seid ihr zumindest wieder zurück bei der Meditation. Also, ich finde, der Meister war sehr klug; Shiva war sehr klug. Er zerstörte mit allen möglichen Methoden alle schlechten Gewohnheiten und die Negativität in uns.Photo Caption: „Ich wache über deine Sicherheit“











